Bericht der HSS 2008: Jubiläumshauptsonderschau der Holländischen und seltenen Zwerghühner 2008
712 Tiere der in unserem Sonderverein betreuten Rassen wurden repräsentativ zur Jubiläumshauptsonderschau vom 6.-7. Dezember 2008 in die schöne „Pfreimtalhalle“ nach Pfrentsch im Bayrischen Wald gemeldet. Einer Jubiläumsschau zum 50-jährigen Bestehen unseres SV mit würdigem Meldeergebnis und weitreichendem Werbeeffekt, an die sich Züchter aus dem europäischen Ausland gerne anschlossen. Einen herzlichen Dank an unser SV-Mitglied Alfred Sauer und seinen Helfern, sowie dem 1. Vorsitzenden des SV, Eberhard Klein, für den reibungslosen organisatorischen Ablauf. Der Dank richtet sich auch an die SPR U. Flor, S. Michel, F. Rumpler, T. Ruth und A. Sauer für die Mitgestaltung der Rasseberichte.
Mit 89 gemeldeten Watermaalschen Bartzwergen lag die Tierzahl gleich mit der zur HSS 2007. 7,10 schwarz zeigten überdurchschnittliche Bewertungsnoten. Rassetypische Tiere mit richtiger Größe, Schopf, Kamm mit Mehrfachdornbildung und Bartstruktur wurden gezeigt. Nur wenige Kritikpunkte bezogen sich auf die Farbintensität und die Bart-, sowie die Kammstruktur. V. Meier errang V SVBD und 3 X hv. 5,6 weiß fehlte es an vorgewölbter Brust. Insgesamt hätten sie kompakter im Typ sein können. In Größe und Kammstruktur durchaus ansprechend wurden auch Wünsche zum Gefieder festgehalten. Eine mit Rassemerkmalen ansprechende 0,1 von Michel errang hv. 5,13 in gold-wachtelfarbig mit wenig unteren Bewertungsnoten. Insgesamt ausgeglichen im Typ. Übergroße Schopfstruktur ist nicht erwünscht. Die Wachtelfarbe soll im Mantelgefieder nur am seitlichen Rand, bei deutlicher Nervzeichnung, gesäumt sein. Auch auf Flügeldecken soll das Federinnenfeld schwarz sein, der Goldton wird satt gewünscht. Leistner errang mit 0.1 hv JKR. Die 2,4 blau-wachtelfarbig insgesamt ausgeglichen, jedoch nicht so überragend wie im Jahr zuvor. Die Farbgebung muss in abgeschwächten Tönen die Wachtelfarbe wiedergeben. Vorgewölbte Brust mit in typischer Urzwerghaltung war allen Tieren zugegen. Thalheimer errang mit 0,1 alt hv E. 4,7 silber-wachtelfarbig sollten in der Kammstruktur mit Mehrfachdornen markanter, auch nicht zu breit im Schopf werden. Mehr Brustwölbung wäre von Vorteil. V. Meier errang mit 0,1 V PFBD. Bei 2,5 gold-porzellanfarbig ist auf den ausgeglichenen und saftigen Grundfarbton zu achten, sowie besserer dreigeteilter Bartbildung. Die beiden 1,0 mussten zurückgestuft werden. Michel errang mit 0,1 hv JKR. Bei 3,7 gesperbert wurde das Spitzentier, 0,1 alt, mit hv PFBD von M. Hagen ausgezeichnet. Unterschiede in der Brustwölbung, Kammbildung, Schopf und Bart wurden aufgezeigt. 2,5 blau-gesäumte wurden, bei unterschiedlicher Darstellung im äußeren Erscheinungsbild, mit 2 Spitzentieren vorgestellt. ZG Mahnke/Deharde errang mit 0,1 V SVBD und hv E.. 1,1 hellgrau wurden als nicht anerkannt gezeigt.
26 Ruhlaer Zwerg-Kauler zeugen von einem Rückgang. Dieser aparten Rasse würden mehr Züchter besser zu Gesicht stehen, damit die Zuchtbasis auf breitere Füße gestellt ist. So ist bei den 4,8 isabell-porzellanfarbig ein gleichmäßiger Sattelabschluss und geschlossenes Fußwerk zu wünschen. Die Farbgebung ist zu beachten, jedoch zweitrangig zu beurteilen. Grimschitz errang mit 0,1 sg 95 JKR. Den 4,5 schwarz wäre stellenweise etwas freier im Stand mit breiterem Rückenabschluss zu wünschen. Auch im Grünglanz gleichmäßiger. Die Ausprägung der Kopfpunkte ist zu beachten. Eine überzeugende 0,1 von Rumpler errang hv SVBD. Recht ansprechend bei der bekannt schwierigen Farbgebung die 1,2 perlgrau. Auch hier ist auf die waagrechte Körperhaltung und richtigen Rückenabschluss zu achten. Rumpler errang mit 0,1 sg95 Pokal. H. Grimschitz zeigte noch 1,2 goldhalsig, die im Rumpf etwas breiter sein können. 1,0 auch in der Haltung waagrechter. Ausgeglichen erschienen die Tiere in der Farbgebung.
Leider konnten von den gemeldeten 44 Bassetten, nur 1/3, wie im vergangenen Jahr, gezeigt werden. Bei den goldwachtelfarbigen (10) war der geforderte Landhuhntyp vorhanden, allerdings Wünsche hinsichtlich der Gefiederstruktur, sodass es zu keinen hohen Noten kommen konnte. Obwohl schwierig, bedarf es bei der Wachtelfarbe einer gewissen Ausgeglichenheit, die nicht immer gegeben war. Die Käfige der silberwachtelfarbigen lieben leer. Die zarte Farbgebung bei den perlgrau silber-wachtelfarbigen täuscht nicht darüber hinweg, dass auch hier die Nervzeichnung und Säumung am seitlichen Federrand vorhanden sein muss. Der Schwanzaufbau sollte sich breiter zeigen. Immerhin wurden 5,5 gezeigt, wobei das Spitzentier von Cieslik mit hv SVBD gezeigt wurde.
Die stärkste Rasse im SV, Holländische Zwergühner, wurde mit überragenden 490 Tieren vorgestellt. Bei 38,81 goldhalsig (Bericht F. Rumpler) zeigten die Hähne auf breiter Basis die fast waagrechte Haltung, sowie die hoch getragene, vorgewölbte Brust. Größenteils vorhanden auch der hohlrunde Rücken mit dem üppigen Sattelbehang, wodurch der volle, abgedeckte Übergang entsteht. Farbliche zeigten die ausgestellten Tiere überwiegend ein gleichmäßig leuchtendes Gold der Hals- und Sattelbehänge. Positiv zu vermerken ist, dass keiner mehr den verpönten hellen Kiel in den Hauptsicheln zeigte. Zu Abstufungen kamen neben formlichen Wünschen wie „Brust vorgedrückter, Sattelgefieder voller, Haltung waagrechter“, auch farbliche Aspekte wie unter anderem „satter in der Flügeldreiecksfarbe und im Behanggold“. Unter Mängel konnte man „offenes Sattelgefieder, durchstoßende Schaftstrichzeichnung, abfallende Haltung und rot in den Ohrscheiben“ lesen. Bei 1,0 errangen Fritz Müller V SVBD und Mark Lorenzen hv PFBD. Auch die Hennen größtenteils mit korreter Haltung, hohlrundem Rücken, sowie vorgewölbter Brustpartie. Im Gegensatz zu den letzten Jahren zeigten sich die Tiere recht einheitlich in der Größe und nur noch vereinzelt mit geraden und langen Rücken. Eingependelt hat sich auch die Standhöhe, wobei „Störche“ und „Bodenrutscher“ nicht mehr auftraten. Positiv auf die Festigung der feinen Mantelgrundfarbe , Nervzeichnung und auch des goldgelben Halbehanges. Fast verschwunden sind die rötlichen Einlagerungen auf den Flügeldecken. In der Hennenklasse wurden neben den formlichen Wünschen wie bei den Hähnen, vereinzelt auch eine zärtere Rieselung, sattere Hals- und Brustfarbe eingetragen. Im Mangelbereich standen abfallende Rückenlinie, spitzer Schwanzaufbau, flache Schwanzhaltung und auch Schnabelpflege. V-Tiere bei den 0,1 stellen W. Schuppe und A. Sauer, wobei die Henne von Alfred Sauer zur besten 0,1 der Holländischen Zwerghühner ausgezeichnet wurde. HV-Tiere stellten A. Hamacher, W. Kreh, H. Grimschitz, A. Sauer, H.G. Regenhard. Mit 50 (12,38) gemeldeten silberhalsigen Holländischen Zwerghühnern (Bericht U. Flor) stellte dieser Farbenschlag ein erstklassiges Meldeergebnis dar. Die sehr gute Qualität der letzten Jahre zeigte sich durch und durch bei den gezeigten Tieren. Einen Schub nach vorne in der Qualität machten die Hähne. Ich wünsche diesem Farbenschlag, dass der Trend anhält und noch ausgebaut wird. Der größte Teil der Hähne mit einer vom Profil her waagerechten Haltung, voller Brustpartien und auch reinem Behangsilber. Die Schaftstrichzeichnung war größtenteils hervorzuheben. Ohne große Kritikpunkte das schwarz geforderte Brust- und Bauchgefieder. Auf der Habenseite die ausgeprägten Schwanzaufbauten und die Schwanzbefiederung, dazu die üppigen Behänge. Zu beachten ist allerdings, dass die Übergänge breiter und gelegentlich abgedeckter sein sollten. Noch etwas genauer sollte in der nächsten Zeit die Binde beachtet werden. Mehr und mehr schleichen sich hier Weißeinlagerungen ein. In der Kritikgestaltung wurden die Kämme und die Kehllappen angesprochen, die teils etwas glatter und edler wirken durften. Überzeugend im Rassetyp der mit V herausgestellte Hahn von Strässle und der HV Hahn von Klitsch. Die Hennen fast durchweg mit der richtigen Mantelgrundfarbe und auch sehr zufrieden-stellend in der Rieselung, die eine klare Verbesserung darstellt auf breiter Ebene. Der überwiegende Teil zeigte auch die richtige Körperhaltung mit der geforderten hohlrunden Rückenlinie. Sehr gut die gespreizten Steuerfedern, die die geforderte Fächerung im Schwanzbereich sehr gut zum Ausdruck brachten. Tiere die zu schmal im Schwanzbereich wirkten Wurde mit Bewertungsnoten im Mangelbereich bedacht. Gelegentliche Wünsche nach etwas kürzerer Rückenlinie schmälerten das gute Gesamtbild nicht. Hauptwünsche waren, etwas breiter im Sattelansatz vom Profil her, hier und da noch etwas gleichmäßiger die Rieselung. Einheitlich zeigte sich die Größe der Tiere mit dem richtigen Gewicht. V Band und HV auf zwei Hennen von Wulff, zweimal HV für A. Stephan, einmal HV für eine Henne von Kubitscheck spiegelten das gute breit angelegte Gesamtbild wieder. 16,32 Holländische Zwerghühner, orangehalsig (Bericht Th. Ruth) in ausgeglichener Größe und Farbe. Bei den Hähnen dürften einige gleichmäßiger in der Kammbildung, Bindengrünglanz reiner, Schwanzübergang voller, Kehllappen glatter und Körperhaltung waagerechter sein. Untere Noten gab es wegen abgebrochenen Sichelfedern, unreiner Bindengrünglanz und unvollständigen Bindenfedern. Das Spitzentier stellte mit V97 SV-Band Jürgen Grimmschitz. Bei den Hennen gab es Wünsche in Kammzacken gleichmäßiger, Kammblatt reduzierter und straffer, ausgerundeter in der Oberlinie, Körperhaltung waagerechter, Schwanzhaltung höher und nicht mehr kräftiger im Körper. Mängel gab es wegen zu wenig Kammzacken, Kehllappenquerfalten, zu langer, flacher Rücken. HV96 Hennen stellten Wolfgang Schuppe und Jürgen Grimmschitz. 18,31 blau-goldhalsig (Bericht A. Sauer) waren in diesem Jahr in sehr guter Qualität vertreten. Bei den 18 Hähnen waren prima Formen mit waagrechter Haltung und guten Kopfpunkten zu sehen. Auch die blauen Schaftstriche und die blaue Schwanzfarbe war bei fast allen Hähnen sehr gut. Auf eine vollere Nebensichelung muß hingearbeitet werden. Ebenfalls sollte auf Goldeinlagerungen in der Flügelbinde geachtet werden. Ein Musterbild der 1,0 von Kubitscheck, aber auch der mit Hv bewertete Hahn vom selben Züchter und die vier mit sg 95 bewerteten Hähne standen dem Spitzentier um nicht viel nach. Die Hennen waren sehr ausgeglichen in Größe, Körperhaltung und Rieselung. Auf hohlrundere Rückenlinien sollte geachtet werden. Auch der Blauanteil in der Mantelfarbe muss vorhanden sein, um auch bei der Nachtzucht Hähne mit blauen Schwänzen zu bekommen. V SV-Band auf eine Henne von Pfaff. HV-Hennen (2) zeigte der Jungzüchter Timon Klisch. Die 6 Hennen mit sg 95 waren ebenfalls von sehr hoher Qualität. 4,10 blau silberhalsige Holländische Zwerghühner (Berichte bis weiß: S. Michael) zeigten mit sehr schöner breiter Front, feiner Besichelung, breiter Feder und Sg blauer Mantelfarbe und Nerv ihre Vorzüge.
Als Wünsche wurden bei den Hähnen Ohrscheiben glatter, Halszeichnung ausgeprägter und reiner im Silber vermerkt. Die Henne konnten teilweise fertiger in den Steuerfedern, kürzer im Rücken und in den Ohrscheiben reiner weiß sein.( 2X Hv Ruoff ). 9,14 rotgesattelte präsentierten sich in durchweg sehr guter Qualität. Die Hähne mit sehr feinem ansprechendem Farbbild und durchweg prima farbigem Flügeldreieck sowie saubere Mantelfarbe. Jedoch sollten einige nicht aufgerichteter in der Haltung sein. Auf leicht in der Front offenen Kehllappen und gebogenere Sichelfedern sollte in der Zucht geachtet werden. Die Hennen zeigten sich mit breiten Fronten, sehr gut gewölbter Brust und satter Lauffarbe. Teilweise hohlrunder, kürzer im Rücken und farblich reiner auf den Flügeldecken waren die Wünsche.( 1X V und 2X Hv Filipp ) 2,6 gelb- schwarz columbia konnten im Sg Bereich überzeugen. Die beiden Hähne mit sehr schönem Urzwergtyp, gleichmäßiger gelber Mantelfarbe und breiter Feder hätten in den Ohrscheiben glatter und etwas mehr Emaille zeigen dürfen. Die Henne durchweg mit typvollem Körper, schöner Zwergengröße und schön gesenkten Flügeln. Die Mantelfarbe sollte gleichmäßiger und die Ohrscheiben deutlicher weiß gezeigt werden. 1,3 wachtelfarbige hinterließen einen durchwachsenen Eindruck. Der 1,0 mit breiter gewölbter Brust und sg hohlrundem Rücken, sollte jedoch unbedingt satter im Goldton und gleichmäßigere Kammzacken zeigen. Die Hennen mit schönerem Urzwergtyp und sehr guter Zeichnungsanlage hatten ihre Probleme in zu rauen Steuerfedern und der ungleichmäßigen Kammzackung. 6,7 weiß die Hähne mit schönem Typ und prima eingedeckten Steuerfedern und voller Brust sollten sich teilweise weniger aufgerichtet und mit glatteren Kehllappen zeigen. Die Hennen zeigten durchweg den gewünschten hohlrunden Rücken, breiten Sattel und reine weiße Mantelfarbe jedoch sollten die Steuerfedern glatter und ausgereifter erscheinen. ( 2X V 1X Hv Regenhard )
Anzahlmäßig schon stärker vertreten die 11,18 schwarzen. Mehr Brustbreite und geschlossener Sattelübergang bei den Hähnen war öfters zu wünschen. Klar weiße Ohrscheiben sind unabdingbar. Im Grünglanz waren fast alle überzeugend. Dunkle Gesichter sollten bei den Hennen der Vergangenheit angehören, sie sollten lebhaft rot sein. Auch ein gleichmäßiger Grünglanz im Gefieder ist Vorteilhaft. Bei legenden Tieren lässt dieser automatisch nach und setzt ab. Insgesamt waren keine groben Ausfälle festzustellen. U. Flor errang mit 1,0 hv JKR, A. Sauer mit 0,1 V SVBD und hv JKR. 4,10 in blau (Bericht T. Ruth) der erste mit SG Typ, Farbe, Federbreite, jedoch das Kammblatt hätte straffer sein müssen. Die anderen Hähne versagten in der Schwingen- und Steuerfederfarbe und hätten mehr Brustfülle haben dürfen. Bei den Hennen waren einige im Körper schon recht schwach. Wünsche gab es auch wegen gleichmäßigere Mantelgefiederfarbe. Abstufungen gab es wegen Schilf in den Schwingen. HV96 EB auf eine 0,1 errang Marcel Strässle. 6,20 gesperbert weitgehend in der Urzwergform mit breiter, vorgewölbter Brust, kurzer, gerundeter Rückenlinie und Farbgebung überzeugend. Einige Tiere erschienen etwas schmal, andere standen etwas zu hoch, wieder andere zeigten nicht deutlich Sperberung, obwohl die Zeichnung nicht so scharf abgegrenzt ist wie das Zeichnungsbild der Streifung. Insgesamt eine überzeugende Vorstellung des Farbenschlages. P. Sauer errang mit 1,0 hv PFBD, H. Grimschitz mit 0,1 V SVBD, M. Gerlach 2 X hv.. 4,5 gold-weizenfarbig ist bei aller Schwierigkeit ein etwas breiterer Züchterkreis zu wünschen. Ingesamt eine gelungene Vorstellung, wobei der Farbton im Mantelgefieder ausgeglichener sein könnte, stellenweise wäre etwas mehr Frontbreite mit Brustwölbung wünschenswert. Die richtige Größe ist vorhanden. Hamacher errang mit 1,0 hv KVP, Rumpler mit 0,1 hv JKR. Erfreulich 4,12 kennfarbig. Wobei bekanntermaßen der Farbschlag nicht leicht zu züchten ist. Vom Typ her durchaus ansprechend, ergibt sich die Farbgebung oftmals problematisch. Auch die Tiere zum richtigen Zeitpunkt in Höchstform zu halten, erscheint bei diesem Farbenschlag schwieriger. Durch die genannten Punkte ergeben sich Abstufungen, wobei auch Spitzentiere von B. Fritz mit hv SVBD (1,0) und Kubitscheck mit hv VPR (0,1) gezeigt wurden. Überraschend 12,31 gemeldete perlgrau. Leider blieben 10 Käfige leer. Vorausgesetzt wird natürlich der einheitlich perlgraue Farbton im Gefieder. Die Größe der Kopfpunkte, insbesonders bei den 1,0, müssen, ebenso wie bei den anderen Farbenschlägen, angepasst sein. Vereinzelt wäre mehr Frontbreite und Brustwölbung von Vorteil. Bei den 0,1 müssen die Ohrscheiben klar erkennbar sein. Das die Perlgrauen mit der Gefiederstruktur hin und wieder Probleme haben, liegt im Farbenschlag. Unter Heranziehung dieser Vorgaben, waren auch tiefere Bewertungen die Folge. Gottwals und Grünbacher errangen bei den 1,0 je sg 95, Strässle mit 0,1 hv PFBD. 1,2 schwarz-weißgescheckt fehlt es noch an Verbreitung. Im jungen Farbenschlag fehlt noch die Konkurenz, wobei die gezeigten Tiere dem Typ entsprachen. 1,4 lachsfarbig zeigten sich in den gewünschten Urzwergformen und wurden im sg-Bereich bewertet. Hinsichtlich der Farbvorgaben bedarf es jedoch noch zu Vereinheitlichungen und Hinführung zur allgemein gültigen Farbvariante „lachsfarbig“. Strässle errang mit 0,1 hv SVBD. Die gleichen Voraussetzungen sollten für die gezeigten 1,1 silber-weizenfarbigen gelten. Die Käfige der gemeldeten 1,5 birkenfarbigen blieben leer.
Leider nur 1,5 Zwerg-Breda in schwarz von hoher Qualität. Im vergangenen Jahr wurden weitere Farbenschläge gezeigt. Sie sollten nicht in der Versenkung verschwinden. Überzeugend in Form, Stand und straffen Gefieder bei leichten Schopfbildungen. Etwas freierer Stand und kräftigere Schnabelstruktur wäre zeitweilig wünschenswert. Überzeugend die 0,1 schwarz von Ruth mit hv PFBD.
Anzahlmäßig wie im Vorjahr die 34 Zwerg Eulenbarthühner. 2,4 schwarz sollten klareren Grünglanz aufweisen, voller in der rassetypischen Bartbildung und Kammhörneraufbau sein. Auch die Gefiederstruktur sollte ausgereift und fest anliegend sein. sg E für E. Klein. 6,9 weiß zeigen sich diesmal Quantitativ als auch Qualitativ von der besten Seite. Wünsche zum klareren Weißton oder besserer Schnabelstruktur, auch Kammhörnerbildung und Gefiederstruktur, wurden festgehalten. Auch sollten vereinzelt die Tiere im Stand nicht so hoch sein. Rassetypisch überzeugen die Spitzentiere von S. Michel (1,0 hv, 0,1 V SVBD). 1,1 blau-gesäumt zeigten sich nicht in bester Verfassung. Beim Zwerg-Eulenbarthuhn ist das Hauptrassemerkmal nun mal der volle, geschlossene Bart. Kommen noch andere Fehler hinzu, erfolgen Abstufungen. 4,7 silberlack mit einer ausgeglichenen Vorstellung in Punkto Form und Kopfpunkten. Im Zeichnungsbild ergeben sich teilweise Unterschiede, d.h. die Endzeichnung sollte gleichmäßiger wirken. Überzeugend die 0,1 von Fromm, die hv JKR errang. 1,1 goldlack mit prima Hörnerkammbildung, vollen Bärten und leichten Schöpfen. Wünsche lagen in der Farbgebung und Endzeichnung. Beide Tiere lagen im hohen sg-Bereich.
37 Zwerg-Kaulhühner bedeuten eine Steigerung der Meldezahl zum Vorjahr. Die Qualität und Vitalität wurde durch die Vergabe von nur wenigen unteren Noten bestätigt. 4,4 goldhalsig zeigten sich recht typisch in den Rasseforderungen. Straffere Schwingenlage bei den 1,0 und etwas breiterer Sattelabschluss bei den 0,1 waren als Wünsche zu verzeichnen. Die satten Goldtöne in der Farbgebung vervollständigten das Bild. S. Michel errang mit 1,0 hv E. 0,1 silberhalsig sollte etwas freier im Stand straffer im Gefieder sein. 1,2 orangehalsig hatten die besseren Vertreter bei den Hennen, wobei der 1,0 waagrechter in der Körperhaltung sein sollte. Die Farbgebung, obwohl nur untergeordnet, war fein ausgeprägt. gold-weizenfarbig nur mit dem 1,0, der etwas gestreckter sein könnte. Die beiden 0,1 blieben fern. 2,1 rotgesattelt mit einem Ausfall bei den 1,0. Eines der Spitzentiere der Kollektion mit allen Formattributen bei waagrechter Körperhaltung, prima Stand und Kopfpunkten, dabei typischer Farbgebung die 0,1 von Vollmuth, die mit V SVBD herausgestellt wurde. Auch 2,4 schwarz mit hohen Bewertungen. Die rassetypischen Merkmale mit waagrechter Körperhaltung, vor allem bei den 0,1, gleichmäßiger Rückenlänge und –breite war vorhanden. Stellenweise sollte der Grünglanz etwas ausgeglichener sein. Fucker errang mit 0,1 hv E. 1,1 goldbraun-porzellanfabrig sollten freier Stand und die Kopfpunkte etwas markanter ausgeprägt sein. Ansonsten recht gut in der Farbverteilung. 1,3 gold-weizenfarbig mit Schopf, wobei Höhen und Tiefen zu verzeichnen waren. Insgesamt sollten die Tiere nicht zu kurz im Körper werden. Richtige Standhöhe und ausgeglichene Farbgebung bei leichter Schopfbildung werden gefordert. Die 0,1 von Rumpler, ausgezeichnet mit V PFBD, zeigte diese Merkmale nahezu vollendet.
Gerald Baumgartl